CASTOR-Transport erreicht Biblis | Schienenblockade sorgt für Verzögerung

Schienen-Blockade, Biblis, 4.11.20 - Foto: Castor-stoppen - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Der am Dienstag, 27.10., zunächst per Schiff gestartete CASTOR-Transport aus der britischen Plutonium-Fabrik Sellafield erreichte nach über einer Woche am heutigen Mittwoch das "Zwischen"-Lager des stillgelegten AKW Biblis. Auf dem letzten Streckenabschnitt, dem Stichgleis zu dem bewachten Gelände, gelang es fünf AktivistInnen am Mittwoch Morgen, mit einer Schienenblockade den Atommüll-Zug für einige Zeit aufzuhalten.

CASTOR-Transport erreicht Nordenham | Falschdarstellungen in Mainstream-Medien

CASTOR-Verladen in Nordenham - Foto: Castor-stoppen - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Das Atommüll-Bundesamt (BASE) hatte Mitte Februar die Genehmigung für den CASTOR-Transport hochradioaktiven Atommülls aus der britischen Plutonium-Fabrik Sellafield ins "Zwischen"-Lager des stillgelegten AKW Biblis erteilt. Diese Genehmigung wurde kurz darauf wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt. Die sechs je 110 Tonnen schweren CASTOR-Behälter wurden zunächst am Dienstag, 27.10., von Sellafield über den Hafen Barrow-in-Furness mit dem Schiff 'Pacific Grebe' auf dem Seeweg rund um Schottland herum transportiert. Das im Schiffsverkehr vorgeschriebene AIS-Signal wurde abgeschaltet, um so die Ortung unmöglich zu machen. Der Eigner der 'Pacific Grebe', die Pacific Nuclear Transport Limited (PNTL) mit Sitz in England, verstieß damit gegen das internationale Seerecht und gefährdete die Besatzungen anderer Schiffe, die ebenfalls nachts und bei Nebel auf dieser Schifffahrts-Route unterwegs sind. Er wurde angezeigt.

Von 50 Staaten ratifiziert | Atomwaffenverbots-Vertrag kann in Kraft treten

Atomwaffen-Verbot - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Die UNO gab heute, 24. Oktober 2020, bekannt, daß mit Honduras nunmehr der 50. Staat den Atomwaffen­verbotsvertrag ratifiziert hat. Damit ist das Quorum erfüllt, damit der von den Vereinten Nationen 2017 verabschiedete Vertrag zum Verbot von Atomwaffen in 90 Tagen in Kraft treten kann. Er werde nun am 22. Januar wirksam, teilte die UNO mit.

Bundesweiter Widerstand gegen deutsche Brennelemente-Exporte

Stop des Brennelemente-Exports - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Atomkraft-GegnerInnen aus dem Raum Freiburg haben formellen Widerspruch gegen eine Export-Genehmigung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingelegt. Es geht um eine Lieferung aus der deutschen Brennelemente-Fabrik Lingen ans Schweizer AKW Leibstadt. Diesem juristischen Schritt hat sich am Montag auch der BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein angeschlossen. Eine Gruppe norddeutscher Anti-AKW-AktivistInnen ist schon einen Schritt weiter und konnte - ebenfalls am Montag - in einem parallel gelagerten Fall einen ersten Erfolg vor Gericht verzeichnen.

50 Organisationen aus dem Dreyeckland unterstützen die "Fessenheimer Erklärung" | Kein "Techno-Centre" am Standort Fessenheim!

Anti-Atom-Solidarität - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Die Mitglieder der Anti-Atom-Gruppe Freiburg freuen sich zusammen mit der gesamten Anti-AKW-Bewegung im Dreyeckland, daß mittlerweile 50 Organisationen die "Fessenheimer Erklärung" unterzeichnet haben. Damit erteilen diese den Plänen des französischen Strom-Konzerns und AKW-Betreibers EdF, am Standort des am 29. Juni stillgelegten AKW Fessenheim ein Techno-Centre zu errichten, eine gewichtige Absage.

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