AKW Beznau | 50 Jahre Horror

AKW Beznau auf Aare-Insel - Foto: Roman Wäldin

Am 9. Dezember vor 50 Jahren ging das Schweizer AKW Beznau in Betrieb. Es gefährdet die Existenz von Millionen Menschen nun mehr als doppelt so lange wie ursprünglich von den Konstruk­teuren geplant. Atomkraftwerke dieses Typs wurden in den 1960er-Jahren für eine Betriebszeit von 20 bis 25 Jahren ausgelegt.

Die beiden Reaktoren des AKW Beznau haben - wie in der Schweiz üblich - eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Auch in der Schweiz wurde nach dem dreifachen Super-GAU von Fukushima ein Atomausstieg versprochen. Ebenso wie in Deutschland war in der Schweiz klar, daß es sich dabei lediglich um eine Beruhigungspille für die Bevölkerung handelte.

Demnächst wird das Schweizer AKW Mühleberg stillgelegt - jedoch ausschließlich aus wirtschaftlichen Erwägungen. Suzanne Thoma, die Chefin des Betreiber-Konzerns BKW, betont, daß die Stilllegung bereits 2013 beschlossen wurde - und zwar ausschließlich aus betriebswirtschaftlichem Kalkül. Es hätten 200 Millionen Franken in den weiteren Betrieb investiert werden müssen und das "hat sich nicht mehr gelohnt".

Die aktuelle Variante des Atomausstiegs-Versprechens lautet in der Schweiz derzeit: In rund zehn Jahren - also 2029 oder 2030 - werde das AKW Beznau stillgelegt, 2035 dann auch die beiden AKW Gösgen und Leibstadt. Auch bei diesen vier Reaktoren dürften - bei den derzeitigen politischen Kräfteverhältnissen - am Ende rein wirtschaftliche Erwägungen für den Stilllegungszeitpunkt entscheidend sein. Der einzige Erfolg für AtomkraftgegnerInnen wird in diesem Fall darin bestehen, in jenen Jahren noch am Leben zu sein.

Ein Super-GAU im AKW Beznau würde - je nach Windverhältnissen - nicht nur die Schweiz, sondern auch große Teile Baden-Württembergs für Jahrzehnte in eine Todeszone verwandeln.

Radioaktive Kontamination nach einem Super-GAU im Schweizer AKW Beznau

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