AKW Grohnde wegen Hitze abgeschaltet - Weser zu warm

AKW Grohnde

Der Betreiber-Konzern E.on - zuständige Tochter: Preussenelektra - mußte das AKW Grohnde wegen drohender Überhitzung der Weser durch vom AKW eingeleitetes "Kühlwasser" abschalten. Der Grenzwert von 26 Grad Celsius im Fluß ist erreicht.

Der Wasserstand der hitzegeplagten Weser liegt derzeit bei 1,39 Meter und damit nur noch 13 Zentimeter über jener Marke, ab der es auch nach offiziellen Kriterien kritisch wird. An den Flüssen Rhein (AKW Philippsburg), Donau (AKW Gundremmingen), Elbe (AKW Brokdorf), Ems (AKW Emsland), Isar (AKW Isar) und Neckar (AKW Neckarwestheim) sind die Wassertemperaturen nach offiziellen Angaben noch nicht so weit erhöht, daß mit baldigen AKW-Abschaltungen gerechnet werden kann.

Im Rhein sind demnach ab Mainz flußabwärts bereits über 25 Grad Celsius erreicht. Und in Frankreich ist es jetzt an Rhone und Garonne so weit: Der Betreiber-Konzern EdF mußte bereits sechs Atomkraftwerke herunterfahren. Im Winter kam es in Frankreich schon öfter zu ähnlichen Problemen und Situationen nahe am nationalen Blackout. Dies zeigt, was von der früher noch häufiger verbreiteten Propaganda zu halten ist, wonach Atomkraftwerke für "Versorgungssicherheit" stünden.

E.on jammert über einen "Verlust" von einer Million Euro pro Tag. Entgangener Gewinn ist jedoch kein Verlust. Das AKW Grohnde hätte aus Sicherheitsgründen spätestens im Jahr 2009 nach 25 Betriebsjahren stillgelegt werden müssen. Ein Sprecher der E.on-Konzerns äußerte die Hoffnung, das AKW Grohnde schon in drei Tagen wieder hochfahren zu können.

Quelle: Linkszeitung

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