Arbeiter im AKW Fessenheim radioaktiv kontaminiert

 AKW Fessenheim, Super-GAU - Grafik: Project flexRISK - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0F/D (LiZ). Laut heutiger Meldung des französischen Strom-Konzerns und AKW-Betreibers EdF wurde im AKW Fessenheim ein Arbeiter "leicht" radioaktiv kontaminiert. Hierüber sei die französische Atomaufsicht ASN am 22. Juni informiert worden. EdF hat den Vorfall, der sich im derzeit abgeschalteten Block 2 ereignet haben soll, auf der INES-Skala auf mit kleinstmöglichen Stufe 1 bewertet. Der Arbeiter - vermutlich ein Leiharbeiter eines Subunternehmens (Siehe hierzu unseren Artikel v. 23.09.11) - wurde im Zuge von Wartungsarbeiten radioaktiv kontaminiert. Laut EdF liegt die "festgestellte Dosis" unterhalb der zulässigen Jahreshöchstmenge und stelle kein Gesundheitsrisiko dar. Die zulässige Jahreshöchstmenge für AKW-Personal liegt bei 20 Millisievert. Auf Stufe 1 hat die ASN kürzlich einen ähnlichen Vorfall im AKW Blayais nördlich von Bordeaux eingestuft. Dort war ein Arbeiter mit radioaktivem Staub in Kontakt gekommen. Die Dosis überschritt dabei nach offiziellen Angaben ein Viertel der zulässigen Jahresmenge. Eine objektive Überprüfung der Meßwerte durch gewerkschaftliches Vertrauenspersonal ist meist nicht möglich, zumal die CGT als Gewerkschaft vor Ort dominiert. Unter den französischen Gewerkschaften ist die CGT, die sich als "kommunistisch" deklariert, eindeutig korrupt und wird durch Zahlungen der EdF künstlich am Leben gehalten. Selbst im Falle des ältesten französischen Atomkraftwerks, des AKW Fessenheim, spricht sich die CGT gegen eine Stilllegung aus. 

http://www.linkszeitung.de/akwfes170629liz.html

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