Demo in Straßbourg "Sofortiger Atomausstieg und Stilllegung des AKW Fessenheim"

30.11.2013

Straßbourg (LiZ). Auf einer Demo in Straßbourg im Rahmen eines nationalen Aktionstages der französischen Anti-AKW-Bewegung lauetete die Forderung: "Taten statt Versprechungen!" Das Versprechen des französischen Präsidenten François Hollande, das älteste AKW Fessenheim zum Ende seiner Amtszeit stillzulegen, stößt auf große Skepsis.

Rémi Verdet vom Dachverband der französischen Anti-AKW Initiativen 'Réseau Sortir du Nucléaire' sagte: "Wir sind hier mit Widersprüchen und Paradoxien konfrontiert. Als wir das letzte Mal mit Francis Rol- Tanguy, dem Stilllegungs-Beauftragten für das AKW Fessenheim, sprachen, versicherte er uns, die EdF beginne, die Stilllegung des AKW Fessenheim zu akzeptieren. Aber nur wenige Tage später haben wir erfahren, daß die EdF die Betriebsdauer ihrer alten Atomkraftwerke auf 50 Jahre zu verlängern beabsichtigt. Daher fordern wir heute Taten statt weiterer Versprechen!"

Die Demo fand am Vauban-Damm des Rhein-Seiten-Kanals in Straßbourg statt. "Wir haben diesen Ort für die heutige Demo gewählt, weil dieser Stadtteil Straßbourgs ebenso am Wasser gebaut ist wie das AKW Fessenheim. Eigentlich ist es leicht zu begreifen, daß eine Kontamination des Grundwassers droht und daß wir hier wie dort nicht vor einem Bruch des Dammes sicher sind," erklärte André Hatz von der elsässischen Bürgerinitiative 'Stop Fessenheim'.

 

Die deutschen TeilnehmerInnen der Demo betonten, daß es nicht darum gehen kann, allein die Schließung der vermeintlich gefährlichsten Atomkraftwerke zu fordern. Gerade in Baden-Württemberg dürften die todbringenden Meiler in Philippsburg bei Karlsruhe und in Neckarwestheim bei Heilbronn, die ohne verlässliche Laufzeitbeschränkung weiter in Betrieb sind, nicht vergessen werden.

 

 

Demo in Straßborg, 30.11.2013 - Fotos: Klaus Schramm

 

LINKSZEITUNG  http://www.linkszeitung.de/akwfes131130liz.html
 

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