Deutschland immer noch Netto-Strom-Exporteur

Stromleitung - Foto: Silberfuchs - Creative-Commons-Lizenz 0

Laut den aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur exportierte Deutschland auch 2019 unterm Strich mehr Strom als importiert wurde. Obwohl die Strom-Exporte 2019 zurückgingen, bleibt Deutschland ein großer Netto-Strom-Exporteur. Dies traf auch schon im Jahr 2011 zu, als die deutschen Mainstream-Medien im September in einer konzertierten Aktion die Lüge verbreiteten, nach der Stilllegung von 8 der 17 deutschen Atom-Reaktoren sei Deutschland von Strom-Importen abhängig.

Überschüsse aus grenzüberschreitendem Stromhandel erzielen die vier Strom-Konzerne laut offiziellen Angaben ununterbrochen seit 2003. 57 Terawattstunden (TWh) wurden von Deutschland im Zeitraum vom 1. Januar bis Mitte Dezember 2019 exportiert. Dies bei einer Netto-Stromerzeugung von 607 TWh im gesamten Jahr 2019. Die erneuerbaren Energien lieferten dabei 46 Prozent. Im Vorjahr waren es knapp über 40 Prozent. Atomstrom trägt immer noch zu 14 Prozent zur deutschen Nettostromerzeugung bei - Atomstrom aus deutschen Atom-Reaktoren wohlgemerkt.

Rund 23 Terawattstunden wurden im Vergleichszeitraum importiert. Der Netto-Strom-Export belief sich daher auf 34 TWh. Auch die lautstark von der Lobby der Atomkraft-BefürworterInnen verbreitete Behauptung, bei Stromexporten handele es sich lediglich um unbrauchbaren "Flatterstrom" aus erneuerbaren Energien, für dessen Abnahme sogar noch bezahlt werden müsse, trifft nicht zu. Die Erlöse der Strom-Konzerne aus dem Netto-Strom-Export halbierten sich zwar gegenüber 2018. Sie lagen aber nach Angaben der Bundesnetzagentur immer noch bei 1,1 Milliarden Euro.

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