Neues EWS-Mieterstrom-Projekt fertiggestellt | Ökostrom-Anbieter revolutioniert Berlin

Photovoltaik-Anlage auf einem Dach

Am Samstag, 27. Juli 2019, hat der Schwarzwälder Ökostrom-Anbieter EWS sein erstes Mieterstrom-Projekt in Berlin eingeweiht. 118 Haushalte können jetzt die solare Ernte einer Photovoltaik-Anlage mit der 99,8 kWp Leistung anzapfen. Die neue Anlage zählt zu den größten PV-Mieterstrom-Anlagen in Berlin.

Die PV-Mieterstrom-Anlage entstand als Gemeinschafts-Projekt des Ökostrom-Anbieters EWS gemeinsam mit zwei weiteren Genossenschaften: der BürgerEnergie Berlin eG und der Wohnungsbaugenossenschaft Neukölln eG. Die Schwarzwälder "Stromrebellen", die nach dem Super-GAU von Tschernobyl daran gingen, ihre Stromversorgung konsequent auf erneuerbare Energien umzustellen, und heute neben Greenpeace energy zu den führenden Ökostrom-Anbietern in Deutschland gerechnet werden, zeichneten bei dem Berliner Projekt für die gesamte Stromversorgung der BewohnerInnen verantwortlich.

"Mieterstrom ist in städtischen Gebieten ein wichtiger Baustein für den Ausbau der erneuerbaren Energien und wirksamen Klimaschutz. Die Dächer großer Mehrfamilienhäuser bieten ein gewaltiges Potential für die Installation von Photovoltaikanlagen," sagt EWS-Vorstand Sebastian Sladek bei der Einweihung der Anlage. Ein Mieterstrom-Projekt bietet zudem den Vorteil, daß die BewohnerInnen direkt von dem auf dem Dach erzeugten Ökostrom profitieren und so die Verteilnetze werden so entlastet.

Beim Mieterstrom-Projekt in Neukölln liegt der Mieterstrom-Tarif mehr als zehn Prozent unter dem Grundversorger-Tarif des Konkurrenten und AKW-Betreibers Vattenfall. Wenn die Sonne nicht scheint oder nicht genug Strom auf dem Dach produziert wird, springt automatisch die Stromversorgung durch EWS über das öffentliche Stromnetz ein. Auch in diesem Fall erhalten die BewohnerInnen zertifizierten Ökostrom der EWS. Ihre Stromversorgung bietet damit in doppelter Hinsicht Sicherheit: Zum Einen ist sie sicher vor einem Blackout und zum Anderen sicher in Hinblick auf einen Super-GAU.

Die BürgerEnergie Berlin hat die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Gebäudekomplexes der Wohnbaugenossenschaft Neukölln geplant, finanziert und gebaut. "Das Mieterstrom-Projekt ist der Startschuß für die bürgereigene Energiewende in Berlin und ein wichtiger Schritt für mehr bürgereigenen Klimaschutz," sagte Christoph Rinke, Vorstand der BürgerEnergie Berlin eG. Auch die Wohnbaugenossenschaft Neukölln eG ist vom Nutzen des Projekts überzeugt: "Wir wollen mit Mieterstrom Klimaschutz und Preisvorteile für unsere Genossenschaftsmitglieder verbinden," so Vorstand Sami Natal. Sebastian Sladek, Vorstand der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG, legte den Schwerpunkt seiner Rede auf die Bedeutung des gemeinsame Handelns als Kern der genossenschaftlichen Idee: "Wir werden den Herausforderungen des Klimawandels nur durch gemeinsames Handeln begegnen können. Dafür ist dieses Projekt, das drei Genossenschaften gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern realisiert haben, ein sehr gutes Beispiel."

Hintergrund-Informationen

Technische Kennzahlen der Anlage:

  • Leistung der Photovoltaikanlage: 99,8 kWp
  • Damit zählt die Anlage zu den größten PV-Mieterstromanlagen in Berlin.
  • Jährlicher Ertrag: 84.500 kWh
  • Eingesparte Menge CO₂: ca. 50 Tonnen/Jahr
  • Die Haushalte können zu knapp 1/3 direkt vom Dach mit Strom versorgt werden.
  • 118 Haushalte können auf das Mieterstromangebot zugreifen.
  • Mieterstromtarif: 26,80 Cent/kWh sowie 7,35 €/Monat Grundpreis, monatl. kündbar (damit mehr als 10% günstiger als der Grundversorgertarif)

Quelle: Linkszeitung

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