"Panne" bei Abriß des AKW Philippsburg | Falsches Rohr angesägt

AKW-Ruine Philippsburg undicht und Untersteller - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Bei Abriß des im August 2011 stillgelegten Block 1 des baden-württembergischen AKW Philippsburg kam es zu einer peinlichen "Panne". Offenbar wurde am 14. Januar ein falsches Rohr angesägt und in der Folge floß radioaktiv kontaminiertes Wasser ins Reaktorgebäude.

Der Vorfall zeigt wieder einmal, daß der Überblick über das komplexe System eines Atomkraftwerks fehlt und daß es so zu menschlichen Fehlern kommen kann. Laut einer Pressmitteilung war das angesägte Rohr noch gar nicht zum Abbau freigegeben. Die Rohrleitung enthielt radioaktiv kontaminiertes Wasser. Da sie mit einem Rohrsystem verbunden ist, das große Mengen an Wasser enthält, lief ständig Wasser nach. Etwa 50 Liter traten nach offiziellen Angaben aus, bis das Leck geschlossen werden konnte.

Die Radioaktivität dieses Wassers wird vom zuständigen baden-württembergischen Atom-Ministerium unter dem pseudo-grünen Minister Franz Untersteller mit rund 50.000 Becquerel angegeben und als "gering" bezeichnet. Wie immer nach solchen Vorfällen hieß es, niemand sei zu Schaden gekommen und es sei keine Radioaktivität in die Umwelt gelangt.

Zircon - This is a contributing Drupal Theme
Design by WeebPal.