Tour de Fessenheim mit TeilnehmerInnen aus sieben Nationen

Breisach (LiZ). Bei strahlendem Sonnenschein radelten rund 60 TeilnehmerInnen aus sieben Nationen am Wochenende auf einer Rund-Tour um das französische AKW Fessenheim. Spanien, Italien, die USA, Australien, Japan und selbstverständlich auch Frankreich und Deutschland waren vertreten. Auch das Alter der TeilnehmerInnen der diesjährigen 'Tour de Fessenheim' war breit gefächert: Von 3 Monaten bis hin zu 66 Jahren.

Begonnen hatte die 'Tour de Fessenheim' diesmal in Breisach. Die seit dem Jahr 2000 organisierte Aktion fand mittlerweile zum neunten Male statt - und dabei keine zwei Mal auf derselben Route. Beim Auftakt am Samstag trat um 10 Uhr der Liedermacher Theo Ziegler auf. Mit frischen und kritischen Liedern, die manch einen an die Protestsongs der 1960er-Jahre erinnerten, sorgte er für gute Laune - und dies, obwohl er die Gefahr des nur wenige Kilometer von Breisach entfernten Meilers in einigen seiner Songs thematisiert. Auf französisch und deutsch unterstrichen Besma Ben Sedrine und Klaus Schramm vom Organisation-Team die Bedeutung der erneuerbaren Energie und der Energie-Wende als mindestens ebenso wichtiges Thema der 'Tour de Fessenheim' wie die Gefährdung durch das inzwischen 37 Jahre alte Atomkraftwerk.

Diesmal war eine Rund-Tour geplant, die zunächst auf französischer Seite durch etliche Dörfer führte. Auf einer Wiese bei der idyllisch gelegenen Kapelle Thierhust legten die für Atom-Ausstieg und Energie-Wende radelnden TeilnehmerInnen eine Mittagspause ein. Das AKW Fessenheim erachteten die RadlerInnen stattdessen keines Aufenthaltes wert. Und nach lautem Klingeln in den Dörfern Blodelsheim, Rumersheim und Bantzenheim, wechselte der Fahrrad-Peloton beim Grenzübergang Chalamé-Neuenburg auf die andere Seite des Rheins.

Bei einer Runde durch Müllheim schlossen sich etliche weitere RadlerInnen an. Am späten Nachmittag empfing die Familie vom Brühlhof bei Hügelheim, in Sichtweite des Atomkraftwerks, den Tross. Dort hatte bereit die 'Volxküche Maulwürfe' zusammen mit etlichen HelferInnen ein veganes Abendessen vorbereitet, das bei allen auf großen Appetit und noch größeres Lob stieß. Auf einer Wiese konnten die Zelte aufgebaut werden, der Abend am Lagerfeuer bei Musik zusammen mit AtomkraftgegnerInnen und Friedensbewegten aus dem Markgräflerland motivierte die TeilnehmerInnen zu Späßen, Gesang und Tänzen ums Lagerfeuer.

Die zweite Etappe am Sonntag führte auf der rechten Seite des Rheins wiederum durch etliche Dörfer und endete am Nachmittag auf einer Wiese in Breisach, wo die 'Tour de Fessenheim' bei einem gemeinsamen Essen und Gespächen einen gemütlichen Abschluß fand. Etliche der TeilnehmerInnen bekundeten sogleich ihren Wunsch, daß auch 2015 wieder eine 'Tour de Fessenheim' organisiert werden solle.

Quelle: http://www.linkszeitung.de/akwfes140622liz.html

 

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