Zwei Jahre Fukushima - Wir können alles, außer Atomausstieg

Menschenkette gegen Atomkraft "Chaine Humaine" am 1. Fukushima-Jahrestag im Rhonetal

Samstag, 9. März 2013 in der Freiburger Innenstadt: Menschenkette gegen Atomkraft

Erinnern wir uns: Nach dem Beginn der Atomkatastrophe kam die politische Kehrwende der Regierung: Statt Laufzeitverlängerung ein angeblicher "Atomausstieg" bis 2022. Wegen Fukushima und Stuttgart 21 wurden die Grünen in die Regierung im Ländle gewählt.

Das Ergebnis: Der Bahnhof wird gebaut, und Philippsburg 2 und Neckarwestheim 2 laufen weiter, ohne dass irgendeine Anstrengung einer zügigen Stilllegung durch die selbsternannte "Anti-Atom-Partei" unternommen wird. Außerdem wird das Insititut für Transurane am Karlsruher Insititute of Technology (KIT) ausgebaut und Forschungmittel in schmutzige und hochgefährliche Generation 4 - Atomreaktoren geschüttet.1

Während Kretschmann und Untersteller gar nicht laut genug über das AKW Fessenheim schimpfen können, scheinen sie es sich gemütlich zu machen mit der Atomkraft im eigenen Ländle. Die Einigung auf ein Atommüllendlager wird für die BaWü-Grünen zum "wichtigsten Projekt"2, nicht etwa mehr der beschleunigte Atomausstieg, wie noch im Juni 2011 bekundet3.

Statt der Bekämpfung des schwersten Umweltverbrechens der Menschheitsgeschichte wird also der Beseitigung der Spuren die höchste Priorität eingeräumt.

Genug ist genug: Baden-Württemberg braucht keine Atomkraft!

Die laufenden Reaktoren fahren der EnBW Milliardengewinne ein, und blockieren den Weg in die Energiewende. Die Menschen wollen saubere, dezentral erzeugte Energie. Immer mehr Städte und Gemeinden steigen auf 100 % Ökostromversorgung um. Schönau, Freiamt, Wolpertshausen zeigen: Die Energiewende von unten ist ein riesiger Erfolg.4

Am zweiten Jahrestag der Kernschmelze in Fukushima Daiichi wird die tragische Realität deutlich: Die Atomkatastrophe ist noch lange nicht unter Kontrolle. Die schrecklichen Spätfolgen der Strahlung für die Menschen stehen noch bevor. Währenddessen versuchen die japanischen Behörden, Betroffene mit Durchhalteparolen und Desinformation ruhig zu stellen.5

Am Samstag den 9. März 2013 wollen wir, die AntiAtomGruppe, mit möglichst vielen Gruppen und Initiativen mit einer Menschenkette durch die Freiburger Innenstadt den Opfern der Atomkatastrophe in Fukushima gedenken und mit einer entschlossenen, bunten und kreativen Aktion unsere Forderungen deutlich machen:

Nie wieder Fukushima!
Stilllegung aller Atomanlagen, weltweit und sofort!
In Baden-Württemberg anfangen! Heute!

 

Die Vorbereitungen laufen auf höchsten Touren. Wir planen eine Menschenkette die mit Musik und Straßentheater-Aktionen begleitet wird, anschließend gibt es eine Kundgebung. Es gibt viel zu tun, wir freuen uns über jeder Gruppe oder Einzelperson, die uns bei der Vorbereitung und am Tag des Geschehens unterstützen kann!

Einfach eine Email schreiben an kontakt@antiatomfreiburg.de

 

Quellen:

1Transmutations-Forschung in Karlsruhe: http://www.contratom.de/2012/04/06/karlsruhe-grun-rot-ermoglicht-forschung-fur-neue-atomreaktoren/

2Das wichtigste Projekt: http://www.zeit.de/news/2013-01/24/deutschland-kretschmann-will-neue-bundesratsmehrheit-in-endlagerfrage-nutzen-24124204

3 Regierungserklärung Winfried Kretschmann: http://www.gruene-bw.de/wahl/news/article/regierungserklaerung-von-winfried-kretschmann.html

4Stromrebellen: http://www.dw.de/die-sch%C3%B6nauer-stromrebellen-es-geht-um-viel-mehr-als-nur-strom/a-4083873

5Aktuelles zu Fukushima: www.strahlentelex.de/Stx_12_622-623_S01-09.pdf

 

Veranstaltungstyp: 

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