BGE-Bericht "Teilgebiete" | Gorleben ist raus

Teilgebiete Endlager-Suche - Grafik: BGE - gemeinfrei

Am heutigen Montag hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den von Vielen mit Spannung erwarteten "Zwischen­bericht Teilgebiete" veröffentlicht. Es handelt sich um die erste "amtliche" Karte, auf der verzeichnet ist, wo in Deutschland nach einem tiefengeologischen Lager für hochradioaktiven Atommüll gesucht werden soll. 54 Prozent der Fläche Deutschlands sollen nun in den weiteren Etappen einer simulierten "Endlager-Suche" nach und nach auf die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen durchsucht werden. Positiv ist zumindest: Es ist jetzt endlich offiziell anerkannt, daß der Salzstock Gorleben nicht als "Endlager" für hochradioaktiven Müll taugt.

EnBW räumt Abtransport des RDB-Deckels in die USA ein | Landesregierung wußte Bescheid

Franz Untersteller strahlt - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Nach der Aufdeckung des Skandals um den in die USA verschobenen Deckel des Reaktordruckbehälters (RDB) des stillgelegten AKW Obrigheim hat der baden-württembergische Strom-Konzern und AKW-Betreiber relativ schnell reagiert. EnBW-Pressesprecherin Bettina Meyer-Kirchner räumte mittlerweile ein, daß die Teile des in Stücke zersägten Deckels mit einem Gesamtgewicht von über 30 Tonnen zur "schadlosen Verwertung" an eine Firma in den USA geliefert wurden.

Biblis-CASTOR ab 30. Oktober zu erwarten

CASTOR-Transport - Foto: PubliXviewinG - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Das Atommüll-Bundesamt (BASE) hat am 17. September die Genehmigung für den CASTOR-Transport hochradioaktiven Atommülls aus der britischen Plutonium-Fabrik Sellafield ins "Zwischen"-Lager des stillgelegten AKW Biblis erteilt. Diese war Anfang des Jahres wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden. Aus zuverlässiger Quelle erhielt die Anti-AKW-Bewegung die Information, daß die CASTOR-Behälter im Zeitraum zwischen 30. Oktober und 5. November von Sellafield über den Nordsee-Hafen Nordenham und weiter per Bahn ins südhessische Biblis transportiert werden sollen.

Nachruf | Werner Mildebrath, Solar-Pionier und Anti-AKW-Aktivist ist tot

Werner Mildebrath mit Lautsprecher-Kombi - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Seit 1973 kämpfte Werner Mildebrath für die Energie-Wende - nun ist er mit 92 Jahren am 18. September gestorben. Der Elektroinstallateur mit eigener kleiner Firma in Sasbach am Kaiserstuhl gehörte zu den ersten, die in Deutschland thermische Solar­anlagen bauten, und zu den erfolgreichen Kämpfern gegen das AKW-Projekt im benachbarten Dorf Wyhl. Bis vor wenigen Jahren, als er sich bei einem Unfall ein Bein brach, war er auf nahezu jeder Anti-AKW-Demo im Dreyeckland mit seiner mobilen Lautsprecher-Anlage präsent.

Vertuschungs-Skandal: Deckel des Reaktordruckbehälters des AKW Obrigheim in die USA verschoben

Teil des Deckels vom Reaktordruckbehälter Obrigheim - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Uns liegen Informationen vor, nach denen der radioaktiv kontaminierte Deckel des Reaktordruckbehälters des baden-württembergischen AKW Obrigheim klammheimlich in die USA verschoben wurde. Die Öffentlichkeit geht nach wie vor davon aus, daß der im Jahr 2016 in Stücke zersägte und in Kisten verpackte Reaktordruckbehälter in einem Gebäude auf dem Areal des stillgelegten AKW Obrigheim lagert.

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