Drei Freiburger Initiativen fordern robustes Trockenlager nach der Schließung des AKW Fessenheim | Auch zwei BIs am Standort Biblis und BUND Hessen mit entsprechender Forderung

Trockenlager Fessenheim, 2080 - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

IPPNW Freiburg, Fukushima nie vergessen e.V. und die Anti-Atom-Gruppe Freiburg stellen sich hinter die Forderung einer binationalen neunköpfigen Arbeitsgruppe nach einem robusten, nach neuestem Stand der Technik ausgelegten Trockenlager am Standort des AKW Fessenheim. Am Freitag, 22. Mai 2020, wurde zudem bundesweit bekannt, daß zwei Bürgerinitiativen am Standort Biblis sowie der BUND Hessen ein robustes Trockenlager auf dem Gelände des 2011 stillgelegten AKW Biblis fordern.

AKW Fessenheim: Anti-AKW-AktivistInnen im Dreyeckland fordern robustes Trockenlager

AKW Fessenheim: Anti-AKW-AktivistInnen im Dreyeckland fordern robustes Trockenlager

Anti-AKW-AktivistInnen im Dreyeckland fordern den Bau eines robusten Trockenlagers mit 1,8 Meter dicken Wänden nach dem Beispiel Lubmin auf dem Gelände des AKW Fessenheim. Hintergrund ist zum einen die für 29. Juni angekündigte Stilllegung des ältesten französischen Atomkraftwerks und zum anderen die Tatsache, daß in unverantwortlicher Weise seit Jahren die angebrannten Brennelemente aus französischen Atomkraftwerken in die desaströse Plutonium-Fabrik La Hague transportiert werden.

BIs am Standort Biblis fordern Neubau eines robusten Trockenlagers

Kind vor AKW - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Bürgerinitiativen am Standort des 2011 stillgelegten AKW Biblis fordern den Neubau eines robusten und gegen Terror-Angriffe ausreichend gehärteten Trockenlagers für die abgebrannten Brennelemente. Ein Ort für ein sogenanntes Endlager für hochradioaktiven Müll ist weltweit nicht in Sicht und in Deutschland ist selbst nach optimistischen Schätzungen nicht vor 2040 mit der Inbetriebnahme eines "Endlagers" zu rechnen.

CASTOR-Transport nach Biblis suspendiert | Plötzlich "keine Eile"

Der ursprünglich für April / Mai vorgesehene CASTOR-Transport von hochradioaktivem Atom-Müll aus der Plutonium Fabrik ("WAA") Sellafield ins "Zwischen"-Lager des stillgelegten AKW Biblis wurde bereits Mitte März wegen der Corona-Pandemie von Innenminister Horst Seehofer abgesagt. Ein neuer Termin noch in diesem Jahr stand dennoch zu befürchten. Nun hat das BASE unter dem pseudo-grünen Wolfram König den "Sofortvollzug" der Transport-Genehmigung suspendiert. Doch nach wie vor gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Brand im Tschernobyl-Wald | Überblick über die vergangenen drei Wochen

Brand im Tschernobyl-Wald - Foto: Europäische Weltraumorganisation (ESA) - Lizenz: gemeinfrei

Wir berichteten bereits am 5. April über den Brand im Tschernobyl-Wald und die davon ausgehende Gefahr, daß radioaktive Partikel durch den Rauch weiträumig verteilt werden. Doch offenkundig wurde in den vergangenen drei Wochen - entsprechend dem Vorbild von 1986 - versucht, zu verharmlosen.

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