Atommüll-Versuchs-Endlager Asse II | Bis heute kein Plan für die Bergung

Atommüll illegal abgekippt

Nach jahrelangen Protesten und einer Flut von Skandal-Meldungen hatte das Bundesamt für Strahlenschutz im Januar 2010 angekündigt, der Atommüll aus dem sogenannten Versuchs-Endlager Asse II werde geborgen. Seitdem wird dieses kostspielige Vorhaben mehr und mehr mutwillig verzögert. Jetzt wurde bekannt, daß bis heute noch kein Plan ausgearbeitet wurde, wie die 126.000 Fässer mit Atommüll geborgen werden sollen.

Atommüll - verschenkt und verteilt | Profite privatisieren und Kosten sozialisieren

Atommüll-Fässer in der Landschaft - Symbolbild - Foto: rabedirkwennigsen - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Seit dem Beginn des sogenannten Atomzeitalters vor mehr als siebzig Jahren steht die Frage im Raum, wo der gefährliche Atommüll sicher gelagert werden könnte. Die AKW-Betreiber haben vor wenigen Jahren auch in Deutschland eine Lösung gefunden, wie sie sich aus der Verantwortung stehlen können. Die sogenannten Zwischenlager bekam der Staat quasi geschenkt und auch die Endlagerfrage wurde sozialisiert.

AKW Beznau | 50 Jahre Horror

AKW Beznau auf Aare-Insel - Foto: Roman Wäldin

Am 9. Dezember vor 50 Jahren ging das Schweizer AKW Beznau in Betrieb. Es gefährdet die Existenz von Millionen Menschen nun mehr als doppelt so lange wie ursprünglich von den Konstruk­teuren geplant. Atomkraftwerke dieses Typs wurden in den 1960er-Jahren für eine Betriebszeit von 20 bis 25 Jahren ausgelegt.

Radioactive Olympics | Greenpeace weist Hotspots nach

Radioaktive olympische Spiele 2020 in Japan - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Greenpeace hat radioaktive Hotspots am Start des olympischen Fackellaufs nachgewiesen. Die Umweltschutz-Organisation wies am heutigen Mittwoch darauf hin. Die olympischen Spiele 2020 sollen trotz fortbestehender radioaktiver Kontamination auch in der Region Fukushima stattfinden.

Japan, der KEPCO-Skandal und der politisch-nukleare Filz

In den vergangenen Tagen wurde bekannt, daß in der japanischen Hafenstadt Takahama, Standort des AKW Takahama, zwischen dem Strom-Konzern KEPCO, dem Betreiber des Atomkraftwerks und der Stadtverwaltung Spenden in Höhe von umgerechnet über 40 Millionen Euro flossen. Aufgrund dieses Skandals traten der Vorsitzende von KEPCO und vier weitere Führungskräfte zurück.

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