Deutschland immer noch Netto-Strom-Exporteur

Stromleitung - Foto: Silberfuchs - Creative-Commons-Lizenz 0

Laut den aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur exportierte Deutschland auch 2019 unterm Strich mehr Strom als importiert wurde. Obwohl die Strom-Exporte 2019 zurückgingen, bleibt Deutschland ein großer Netto-Strom-Exporteur. Dies traf auch schon im Jahr 2011 zu, als die deutschen Mainstream-Medien im September in einer konzertierten Aktion die Lüge verbreiteten, nach der Stilllegung von 8 der 17 deutschen Atom-Reaktoren sei Deutschland von Strom-Importen abhängig.

"Grünes" AKW Philippsburg | Stilllegung bis Jahresende

AKW Philippsburg in Grün - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Entsprechend dem im Jahr 2011 verkündeten "schwarz-rot-grün-gelben" Versprechen eines Atom-Ausstiegs steht nun zum Jahresende die dritte von insgesamt 9 Reaktor-Stilllegungen an. Ob die übrigen 6 Schritte zum Atom-Ausstieg tatsächlich bis Dezember 2022 realisiert werden, ist derzeit noch völlig offen.

Stilllegung des AKW Mühleberg | Kein Grund zum Feiern

AKW Mühleberg - Foto: BKW - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert

Das Schweizer AKW Mühleberg wurde heute, 20. Dezember 2019, 47 Jahre und 43 Tage nach Beginn des kommerziellen Betriebs stillgelegt. In den 1960er-Jahren wurden Atomkraftwerke dieses Typs von den Konstrukteuren für eine Betriebszeit von 20 bis 25 Jahren ausgelegt.

Atommüll-Versuchs-Endlager Asse II | Bis heute kein Plan für die Bergung

Atommüll illegal abgekippt

Nach jahrelangen Protesten und einer Flut von Skandal-Meldungen hatte das Bundesamt für Strahlenschutz im Januar 2010 angekündigt, der Atommüll aus dem sogenannten Versuchs-Endlager Asse II werde geborgen. Seitdem wird dieses kostspielige Vorhaben mehr und mehr mutwillig verzögert. Jetzt wurde bekannt, daß bis heute noch kein Plan ausgearbeitet wurde, wie die 126.000 Fässer mit Atommüll geborgen werden sollen.

Atommüll - verschenkt und verteilt | Profite privatisieren und Kosten sozialisieren

Atommüll-Fässer in der Landschaft - Symbolbild - Foto: rabedirkwennigsen - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Seit dem Beginn des sogenannten Atomzeitalters vor mehr als siebzig Jahren steht die Frage im Raum, wo der gefährliche Atommüll sicher gelagert werden könnte. Die AKW-Betreiber haben vor wenigen Jahren auch in Deutschland eine Lösung gefunden, wie sie sich aus der Verantwortung stehlen können. Die sogenannten Zwischenlager bekam der Staat quasi geschenkt und auch die Endlagerfrage wurde sozialisiert.

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