Brand im Tschernobyl-Wald | Überblick über die vergangenen drei Wochen

Brand im Tschernobyl-Wald - Foto: Europäische Weltraumorganisation (ESA) - Lizenz: gemeinfrei

Wir berichteten bereits am 5. April über den Brand im Tschernobyl-Wald und die davon ausgehende Gefahr, daß radioaktive Partikel durch den Rauch weiträumig verteilt werden. Doch offenkundig wurde in den vergangenen drei Wochen - entsprechend dem Vorbild von 1986 - versucht, zu verharmlosen.

Brand im Tschernobyl-Wald verteilt Radioaktivität weiträumig

Waldbrand - Grafik: geralt - Creative-Commons-Lizenz 0

Der Wald in der Sperrzone um das 1986 bei einem Super-GAU zerstörte AKW Tschernobyl brennt auf einer Fläche von rund 100 Hektar. Zunächst wurden nur 20 Hektar brennender Wald gemeldet und es hieß zudem, es bestehe keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

BUND fordert schnelle Bergung des Atommülls aus Asse II

Asse im Spiel Asse II - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die "schnellst­mögliche" Bergung des Atommülls aus dem sogenannten Versuchs-Endlager Asse II. Im Jahr 2008 hatte der seit 2005 amtierende Atom-Minister Sigmar Gabriel eingestanden, daß Asse II die "problematischste Nuklearanlage in ganz Europa" sei. Doch erst 2010 versprach er die Bergung des Atommülls. Und zehn weitere Jahre verstrichen, bis die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am 27. März ein 146-seitiges Konzept für die Bergung vorlegte. Der BUND hat nun seinerseits ein von unabhängigen Fachleuten erarbeitetes Positionspapier zum Umgang mit dem Atommüll vorgelegt.

Ein "Logistikzentrum" am AKW-Standort Würgassen? | Bevölkerung entsetzt und wütend

Atommüll-Lager als Logistikzentrum - Grafik: Samy - auf der Grundlage eines Fotos von Rainer Lippert - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Über Nacht wurden Pläne bekannt, am Standort des 1994 stillgelegten AKW Würgassen ein "Logistikzentrum" zu errichten. Wie ebenfalls schnell bekannt wurde, verbirgt sich hinter dem beschönigenden Etikett ein Lager für Atommüll. Die Bevölkerung im östlichen Nordrhein-Westfalen, im Dreiländereck mit Niedersachsen und Hessen, ist entsetzt und wütend – und dies bis hin zu lokalen CDU-PolitikerInnen.

CASTOR-Transport nach Biblis abgesagt - aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Stop CASTOR mit Mundschutz - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Um den 11. März kursierten Spekulationen, daß der CASTOR-Transport nach Biblis bereits am 25. März am Hafen Nordenham starten werde. Zwischenzeitlich sorgte der 'spiegel' am 13. März für Verwirrung, da er über einen Ukas von Innenminister Horst Seehofer berichtete, wonach dieser den CASTOR-Transport wegen der Corona-Pandemie abgesagt habe. Die Nachrichtenagentur dpa übernahm diese Meldung jedoch nicht, da ihr keine zweite Quelle hierfür vorlag. Erst kurz darauf bestätigten sowohl die staatliche Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) als auch Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) die Information.

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