Alptraumhochzeit zwischen Atomkraft und Atombombe

Pressemitteilung der AAFr vom: 

Montag, 6. August 2012

Am Montag den 6. August, dem Hiroshima-Jahrestag, stellte die Anti-Atom-Gruppe Freiburg mit einer symbolischen „Alptraum-Hochzeit“ die Verbindung zwischen der sogenannten „zivilen“ Nutzung der Atomenergie und der Atomwaffenindustrie dar.

„Mit der Aktion verdeutlichen wir, dass es keine 'zivile' Atomenergie-Nutzung gibt“, erläutert Thomas Rosa von der Anti-Atom-Gruppe, „jeder Staat, der Atomkraftwerke betreibt, hat mit dem produzierten waffenfähigen Plutonium die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit Atombomben herzustellen.“ Anlässlich der Jahrestage der Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 rief ein Freiburger Bündnis aus Friedens- und Umweltgruppen in Erinnerung, dass Atomenergie – sowohl in Waffen als auch zur Stromerzeugung – unmenschlich und inakzeptabel ist.

Besondere Brisanz erhält der diesjährige Gedenktag mit Blick auf die im japanischen Gesetz genannte neue Atomenergieaufsicht. „Das kürzlich verabschiedete Atomgesetz enthält einen Passus, in welchem der Behörde ein Beitrag zur nationalen Sicherheit zugewiesen wird“, so die japanische Mitstreiterin Mika Kumazaki. „Das erinnert daran, dass alte Sicherheits-Ideologien immer noch von Bedeutung sind und die Wiederinbetriebnahme der Atomkraftwerke letztendlich auch militärischen Zielen dient – man könnte meinen, die japanische Regierung habe Hiroshima und Nagasaki vergessen.“

Die Aktion fand im Rahmen einer Mahnwache mit Infoständen auf dem Rathausplatz statt, zu der das Freiburger Friedensforum zusammen mit der japanischen Umweltgruppe „Öko-FreiWillig“ und der Anti-Atom-Gruppe Freiburg aufgerufen hatte. Das Straßentheater zog zahlreiche Passantinnen und Passanten an, die sich über das Thema an den Ständen näher informieren wollten.

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