Horror-Clown mit Atombombe - Politisches Straßentheater der Anti-Atom-Gruppe Freiburg

Pressemitteilung der AAFr vom: 

Mittwoch, 7. August 2013

Die Anti-Atom-Gruppe Freiburg provozierte die Zuschauer am Dienstag auf dem Rathausplatz mit einer makaberen Clown-Aktion. Es schien, als setze ein zähnefletschender Clown auf dem Drahtseil alles daran, die Atombombe zur Explosion zu bringen.

In Kooperation mit dem Friedensforum Freiburg hatte die Anti-Atom-Gruppe Freiburg eine Mahnwache zum Hiroshima-Jahrestag am 6. August gestaltet. Zwischen die Bäume auf dem Rathausplatz hingen an Schnüren Fotos der Ausstellung "Hiroshima mahnt: Nie wieder Krieg!" Auch die obligatorischen Tapeziertische mit Info-Material, Aufklebern und Ansteckern durften nicht fehlen.

Besondere Aufmerksamkeit zog das politische Straßentheater der Anti-Atom-Gruppe Freiburg auf sich. Auch viele Touristen zückten ihre Kameras machten Fotos von dem zugleich anziehenden und abstoßenden Bild, das sich ihnen bot: Je näher sich der Horror-Clown der Bombe näherte, desto mehr wurde er von den umstehenden Mitgliedern der Anti-Atom-Gruppe angefeuert. Sie riefen: "Laß mal so richtig krachen!" oder "Das wird aber ein Feuerwerk!"

Parallel zur Clown-Aktion lief eine Sound-Collage vom Band: Die Stimme des US-Präsident Harry Trueman war zu hören, als er kurz nach dem Verbrechen vom 6. August 1945 über Rundfunk erklärte: "The world will note, that the first atomic bomb was dropped on Hiroshima!" (Die Welt wird feststellen, daß die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen wurde!), Reagan sprach vom "Reich des Bösen", der frühere deutsche Kriegsminister Scharping gab ethische Weisheiten zum besten und aus einer Rede der Bundestagsabgeordnete Uta Zapf kam die Passage zu Gehör, in der sie die im rheinland-pfälzischen Büchel gelagerten Atombomben als "diese paar Dinger" herunterzuspielen versucht.

Zuschauer reagierten nicht selten entsetzt und ein Vater, der mit seinen beiden Kindern im Alter von drei und fünf Jahren vorüberkam, fragte: "Wie soll ich das meinen Kindern erklären?" Ein andere meinte: "Wir Erwachsene sollten uns schämen, daß wir das zulassen: Daß Politiker mit dem Leben auf diesem Planeten Roulette spielen dürfen!"

Erschienen in der Linkszeitung