Wie weiter mit Atomkraft und Strahlenmüll?

Pressemitteilung der AAFr vom: 

Mittwoch, 6. Mai 2015

Pressemitteilung 05.05.2015

Kontakt: info@antiatomfreiburg.de

Wie weiter mit Atomkraft und Strahlenmüll?

Wie geht die Gesellschaft mit den strahlenden Abfällen aus Atomkraftwerken um? Wer finanziert den Rückbau der AKW? Und wird der Atomausstieg tatsächlich umgesetzt? Auf Einladung von AntiAtom Freiburg kommt Jochen Stay von .ausgestrahlt am Montag, 11. Mai um 19 Uhr ins Jos Fritz Café, um zu diesen und weiteren brennenden Fragen Stellung zu beziehen und zur Diskussion einzuladen. Nach Abschluss der Veranstaltung wird DJ Indyquität für musikalische Untermalung der anschließenden Gespräche sorgen.
Der Atomausstieg ist hierzulande zwar formal beschlossen – doch bis 2022 wird weiterhin Tag für Tag radioaktiver Abfall produziert, dessen Verbleib völlig ungeklärt ist. Wie es derzeit aussieht, ist Deutschland sogar noch auf Jahre zweitgrößter Atomstrom- und damit auch Atommüll-Produzent der EU. Die „Endlager“-Projekte wie Gorleben, Morsleben und Asse sind gescheitert, und die Genehmigungen für die Zwischenlager an den AKW-Standorten stehen auf der Kippe. Nun tagt in Berlin eine Atommüll-Kommission, die sich der Probleme angeblich annehmen soll. Doch wie erfolgreich kann diese Kommission sein? Welche Dimensionen nimmt das Atommüll-Desaster in Deutschland inzwischen an? Was bedeutet das neue Endlagersuchgesetz für den Atommüll-Konflikt? Und welche Möglichkeiten gibt es, in Sachen Atommüll zu einem gesellschaftlichen Konsens zu kommen?
Gewinne privatisieren, Risiken sozialisieren - Eon, geht’s noch?
Mit der so betitelten Kampagne macht .ausgestrahlt auf ein weiteres, gravierendes Problem in der aktuellen Diskussion um Atommüll aufmerksam. Die Stromkonzerne versuchen, sich ihrer gesetzlich verankerten Verantwortung für den Rückbau der AKW zu entziehen. Mit schlechtem Beispiel voran geht dabei das Unternehmen eon, das die AKW zusammen mit verlustbringenden Kohlekraftwerken in eine „bad Bank“ auslagern will. Zahlen müssen dann die Steuerzahler. Zudem wird die Politik erpresst, da eine Beschleunigung der Energiewende die Kohlekraftwerke noch unrentabler macht und so die Rücklagen zum Rückbau der AKW weiter gefährdet.
Der Sprecher der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt engagiert sich seit etwa 30 Jahren gegen Atomtransporte und unsichere Atommüll-Lagerung. Aktuell kommentiert er von den Zuschauerplätzen in der Rolle eines „ständigen Beobachters“ live auf Twitter die Sitzungen der umstrittenen Kommission. Mit seinen Erfahrungen und Einschätzungen macht Jochen Stay Mut, sich in die Atommüll-Debatte aktiv einzumischen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Links:
www.antiatomfreiburg.de
www.ausgestrahlt.de