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Japan, der KEPCO-Skandal und der politisch-nukleare Filz

In den vergangenen Tagen wurde bekannt, daß in der japanischen Hafenstadt Takahama, Standort des AKW Takahama, zwischen dem Strom-Konzern KEPCO, dem Betreiber des Atomkraftwerks und der Stadtverwaltung Spenden in Höhe von umgerechnet über 40 Millionen Euro flossen. Aufgrund dieses Skandals traten der Vorsitzende von KEPCO und vier weitere Führungskräfte zurück.

Mit dem Bau des ältesten der vier Reaktoren des AKW Takahama wurde 1970 begonnen - er ging im November 1974 ans Netz. Das AKW liegt in der Präfektur Fukui auf der japanischen Hauptinsel Honshu. Laut den mittlerweile vorliegenden Informationen flossen bereits 1970 rund 60 Prozent der Spenden - 35 Millionen Euro - direkt an die Führung der Stadtverwaltung von Takahama. Weitere Spenden flossen kurz bevor die Reaktoren 3 und 4 in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre errichtet wurden.

Städtische Beamte erklärten mittlerweile, sie hätten nicht gewußt, wofür die Spenden eingesetzt worden seien. Auch seien diese anonym gewesen, so daß sie nicht gewußt hätten, woher sie stammten. Der Strom-Konzern KEPCO behauptet seinerseits, keine Details zu den Spenden preisgeben zu können, da die EmpfängerInnen geschützt werden müßten. In den Berichten für die AktionärInnen von KEPCO seien die Spenden unter "Verschiedenes" verbucht worden. Tatsächlich jedoch läßt sich anhand der KEPCO-Buchhaltung exakt bestimmen, wofür die Spenden eingesetzt wurden.

Insgesamt gab es seit 1970 zehn Zahlungen direkt von KEPCO oder von mit KEPCO verbundenen Firmen in Höhe von umgerechnet 29 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere Spenden von anonymen Personen, die ebenfalls von KEPCO stammen sollen.

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