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Radioactive Olympics | Greenpeace weist Hotspots nach

Radioaktive olympische Spiele 2020 in Japan - Grafik: Samy - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Greenpeace hat radioaktive Hotspots am Start des olympischen Fackellaufs nachgewiesen. Die Umweltschutz-Organisation wies am heutigen Mittwoch darauf hin. Die olympischen Spiele 2020 sollen trotz fortbestehender radioaktiver Kontamination auch in der Region Fukushima stattfinden.

Offenbar versucht die japanische Regierung entgegen aller Vernunft und auf dem Rücken der Bevölkerung der Weltöffentlichkeit eine "Normalität" nach dem Super-GAU von Fukushima vorzuspielen. Nicht nur in Tokio, sondern auch in der Hauptstadt der Präfektur Fukushima sind olympische Wettkämpfe geplant. So sollen Baseball- und Softball-Spiele dort ausgetragen werden – nur 50 Kilometer von der AKW-Ruine Fukushima Daiichi entfernt.

Es ist geplant, auch den traditionellen olympischen Fackellauf für die Regierungs-Propaganda zu mißbrauchen. Die olympische Fackel soll im kommenden Jahr durch 857 Gemeinden Japans getragen werden und der Startpunkt des Laufes wurde ausgerechnet in die Präfektur Fukushima gelegt. Greenpeace hat nun am heutigen Mittwoch (4.12.19) auf radioaktive Hotspots nahe des Startpunkts hingewiesen. Die Strahlenbelastung liegt demnach in der Nähe des 20 Kilometer von Fukushima entfernt gelegenen Sportzentrums J-Village deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten, die in Japan ohnehin aus medizinischer Sicht viel zu hoch angesetzt sind. Das J-Village, das zunächst als operatives Zentrum für die Reinigungs-Arbeiten nach der Katastrophe von 2011 eingerichtet worden war, wird seit April dieses Jahres für den Sport genutzt.

Nach den von Greenpeace vorgenommenen Messungen erreichten die Werte einen Meter über der Erdoberfläche im Gebiet des J-Village 1,7 Mikrosievert pro Stunde. Der landesweite Grenzwert liegt bei 0,23, in Tokio sogar nur bei 0,04. An den Hotspots ergaben die Messungen sogar 71 Mikrosievert pro Stunde. Auf der Internetseite des J-Village wurde hingegen am Mittwoch lediglich ein Wert 0,111 Mikrosievert pro Stunde veröffentlicht.

TEPCO, der Betreiber des 2011 von dreifachen Super-GAU betroffenen AKW Fukushima Daiichi, behauptet, radioaktive Hotspots in der Region seien auf Anweisung des japanischen Umweltministeriums gereinigt worden.

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