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UAA Gronau: Kletterblockaden erfolgreich | Illegale Atommüll-Transporte nach Rußland

Blockade Atommüll-Transport von UAA Gronau nach Rußland, 18.11.19 - Foto: urantransport.de - Creative-Commons-Lizenz Namensnennung Nicht-Kommerziell 3.0

Die Blockaden eines Atommüllzuges durch Anti-Atom-AktivistInnen am Montag, 18.11.19, verliefen erfolgreich. Der Transport von weiteren 600 Tonnen Atommüll von der UAA Gronau nach Rußland wurde für acht Stunden blockiert.

KletteraktivistInnen hatten sich auf beiden Seiten der Uran­anreicherungsanlage Gronau über den Schienen abgeseilt und so den Zug mit Atommüll zwischen Gronau (NRW) und Metelen gestoppt.

Mit der Aktion machten die AktivistInnen darauf aufmerksam, daß die UAA Gronau unbemerkt und illegal gefährlichen radioaktiven Müll nach Rußland verschiebt. Illlegal, da das abgereicherte Uran als Wertstoff deklariert wird, um das Exportverbot von Atommüll zu umgehen. Gleichzeitig solidarisierten sie sich mit den UmweltaktivistInnen aus Rußland und forderten die umweltschädlichen Abfälle der Atomindustrie nicht weiter in andere Länder zu exportieren, sondern die UAA Gronau sofort zu schließen.

Diese Transporte von Atommüll nach Rußland waren bereits 2009, nach heftigem länderübergreifenden Widerstand, eingestellt worden. Daß diese für den Betreiber-Konzern Urenco billige Entsorgung seines hochgefährlichen Mülls nun wieder aufgenommen wurde (12.700 Tonnen allein 2019), zeigt aus Sicht der AktivistInnen nun endgültig, wie dringend es ist, die UAA Gronau stillzulegen.

Die Atommülltransporte sorgten auch jetzt länderübergreifend für große Empörung. Zwei russische Anti-Atom-Aktivisten beteiligten sich an den Protesten vor Ort, und freuten sich über die Aktionen, die nach ihrer Aussage eine wichtige Unterstützung für die Proteste in Rußland darstellen. Protest gab es außerdem auch in und aus den Niederlanden.

"Bei der Räumung der Kletterblockaden wurde von der Polizei jeweils vollkommen ungeeignetes Personal eingesetzt," so eine der Unterstützerinnen. Bei der "Räumung" einer Aktivistin, die an einer Brücke in Gronau über den Gleisen hing, kam es zu einem lebensgefährdenden und brutalen Übergriff: Die Person wurde ohne Sicherung hochgezogen, so daß sie gegen die Brücke geschleudert wurde. Im "Meteler Wald" wurden alle PressevertreterInnen, die die Räumung dokumentieren wollten, angeblich "aus Sicherheitsgründen" des Platzes verwiesen. Nach mehreren Stunden erfolgloser Räumung während der die Klettereinheit aus Münster durch große Unsicherheit auffiel, entschieden sich die AktivistInnen von sich aus ihre Position zu verlassen um nicht durch die inkompetente Klettereinheit in Gefahr gebracht zu werden.

Die jetzigen Aktionen waren nicht die ersten dieser Art, die gegen die schmutzigen Atomgeschäfte von Urenco, des Betreiber-Konzerns der UAA Gronau gerichtet waren.

Am 24. Januar 2020 beginnt vor dem Amtsgericht Steinfurt der Prozeß gegen AktivistInnen, die im Oktober 2017 die Anlieferung von Uran aus dem Hamburger Hafen durch eine Ankett-Aktion in 2 Betonblöcken für 17 Stunden ebenfalls auf der Strecke Gronau-Münster blockierten.

In ihrer Abschluß-Mitteilung betonen die Aktionsgruppen, daß der Protest weiter notwendig bleibe. Gegen die AktivistInnen gerichtete Einschüchterungsversuche seien vergeblich. Für den Prozeß wünschen sie sich eine zahlreiche Teilnahme.

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